30.12.2025 15:51
Nach mehr als zwölf Jahren gibt Dietrich von Klaeden (59) seine Rolle als Senior Vice President Public Affairs bei Axel Springer ab. Als Senior Vice President Public Policy wird er sich künftig in beratender Funktion auf zentrale politische Themen in Berlin und die transatlantischen Beziehungen konzentrieren, wie der Medienkonzern mitteilte. Klaeden berichtet wie bisher an den Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner. Zudem wird er Axel Springer weiterhin im Vorstand des US-amerikanischen Zeitungsverlegerverbandes News Media Alliance sowie in weiteren Organisationen vertreten. Neue Leiterin des Bereichs Public Affairs wird zum 1. Januar 2026 Amelia Wang Binder, derzeit Leiterin US Government Affairs des Unternehmens in Washington. Sie ist seit Dezember 2023 bei Axel Springer und war zuvor mehrere Jahre für die US-amerikanische National Music Publishers' Association tätig. Amelia Wang Binder berichtet an Döpfner.
Die Illustratorin und Comic-Zeichnerin Anna Haifisch übernimmt 2026 den wöchentlichen Illustrationsplatz auf der Titelseite des "SZ-Magazins". Wie der Süddeutsche Verlag mitteilte, wird Haifisch unter dem Titel "Hände hoch, Wochenende" die Stimmung des Wochenendes einfangen. Sie löst die amerikanische Cartoonisten Liana Finck ab, die die Inhaltsseite des "SZ-Magazins" seit 2021 mit ihren "Notizen an mich selbst" geprägt hatte. Die 1986 in Leipzig geborene Anna Haifisch veröffentlichte ab September 2015 den Webcomic "The Artist" bei "Vice.com" und veröffentlichte diese Comics auch als Buch.
Cornelia Primosch übernimmt am 1. Juli 2026 die Leitung des ORF-Studios in Belgrad. Wie der ORF mitteilte, soll sie die Balkanberichterstattung des Senders neu organisieren. Primosch arbeitete ab 1998 im Landesstudio Kärnten als Redakteurin und Fernsehmoderatorin. Ab 2010 war sie Korrespondentin in Brüssel. Im Sommer 2017 übernahm sie die Leitung des ORF-Büros in London und wechselte 2019 als Büroleiterin nach Paris. Carola Schneider leitet ab dem 1. Januar 2026 erneut das ORF-Büro in Moskau. Sie leitete das Büro bereits von 2011 bis 2021 und ab 2023, bis ihre Akkreditierung nicht verlängert wurde.
Der Schauspieler Uwe Kockisch ist tot. Nach Angaben seiner Familie starb er am 22. Dezember im Alter von 81 Jahren in Madrid. Kockisch wurde 1944 in Cottbus geboren. Nach seiner Ausbildung an der Staatlichen Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin spielte er mehr als 20 Jahre am Maxim-Gorki-Theater. 1981 verkörperte er den Arbeiter Wolfgang in der Verfilmung von "Franziska Linkerhand". 1995 übernahm er die Hauptrolle in der ARD-Krimiserie "Zappek". Von 2003 bis 2019 verkörperte er den Commissario Guido Brunetti in den "Donna-Leon"-Krimis der ARD. In der ARD-Serie "Weissensee" spielte er von 2010 bis 2018 den Stasi-Offizier Hans Kupfer. Für seine Rolle des Dietrich Kalinke in Dominik Grafs Film "Eine Stadt wird erpresst" (ZDF) erhielt er 2008 den Grimme-Preis. 2020 wurde er mit dem Ehrenpreis des Hessischen Filmpreises ausgezeichnet.
Der Medienmanager Philipp Welte, der zum Jahresende sein Amt als Vorstand von Hubert Burda Media niederlegt, verlässt den Konzern und wechselt nicht wie zunächst kommuniziert in den Verwaltungsrat. Welte habe sich dazu entschieden, "im Zuge des Generationswechsels in der Führung des Unternehmens auf der Seite der Eigentümer dem Ruf in den Verwaltungsrat nicht zu folgen", teilte der Medienkonzern mit. Im Dezember 2024 hatte Hubert Burda die unternehmerische und publizistische Verantwortung für das Unternehmen in die Hände seiner beiden Kinder Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler gelegt.
Christian Mihr wird Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen (RSF) in Deutschland. Ab März 2026 übernimmt er in dieser Funktion die Verantwortung für die Bereiche Politik und Strategie - neben dem Kaufmännischen Geschäftsführer Maik Thieme. Mihr folgt auf Anja Osterhaus, die die Organisation zum Ende des Jahres verlässt. Mihr hatte die Berliner Geschäftsstelle von Reporter ohne Grenzen bereits von 2012 bis 2023 geleitet und war anschließend zu Amnesty International Deutschland gewechselt. Er ist unter anderem seit 2021 Mitglied im Kuratorium des Leibniz-Instituts für Medienforschung/Hans-Bredow-Institut (HBI), seit 2019 Mitglied im Fachausschuss Kommunikation und Information der Deutschen Unesco-Kommission sowie seit 2024 Mitglied im Beirat von Transparency International Deutschland.
Katrin Raap übernimmt zum 1. März die Geschäftsführung der RTL Hessen GmbH. Sie folgt auf Eberhard Volk, der sich nach über 20 Jahren als Geschäftsführer verabschiedet, um sich mehr der Familie widmen zu können. Raap verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Medienbranche. Für RTL Deutschland ist sie seit 1997 in verschiedenen Funktionen tätig, insbesondere im News- und Magazinbereich. Seit 2021 verantwortet die Volljuristin bei der RTL News GmbH den Bereich Produktionsservices und Lizenzierung und ist Mitglied des Geschäftsführungsboards. Volk war seit 2005 Geschäftsführer der RTL Hessen GmbH.
Der Vermarkter ARD Media stellt zum 1. Januar seine Führung um und passt Strukturen und Zuständigkeiten an: Neben Ralf Hape, CEO und Sprecher der Geschäftsführung, ergänzt Tobias Lammert als Geschäftsführer für das Thema Medienpolitik das Führungsboard. Daneben vervollständigen Karsten Simon als Chief Finance Officer mit Stefan Obstmayer, Chief Sales Officer und Jan Isenbart, Chief Research Officer die Geschäftsleitung des Unternehmens. Die ARD Media GmbH vermarktet in ihrem Geschäftsbereich TV/Bewegtbild den nationalen ARD-Sender Das Erste. Im Geschäftsbereich Audio vermarktet das Public-Private-Unternehmen die öffentlich-rechtlichen Radiosender sowie ausgewählte private Radioprogramme und Podcast-Angebote.
Tobias Schmid, Europabeauftragter und Beauftragter für das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) der Landesmedienanstalten, ist erneut in das Führungsgremium des European Board for Media Services (Media Board) gewählt worden. Als Teil der sogenannten Steering Group solle er dazu beitragen, die Positionen der unabhängigen Regulierer in einem Jahr entscheidender Reformen sichtbar und wirksam einzubringen und die strategische Ausrichtung des Boards zu gestalten, teilten die Medienanstalten mit. Das Media Board wurde erst in diesem Jahr als Nachfolger der European Regulators Group for Audiovisual Media Services (Erga) geschaffen.
Tim Röhn soll ab Januar das Axel Springer Global Reporters Network als neuer Senior Editor auf Dauer operativ führen. Seit dem Start im März 2025 war das Netzwerk durch die Chefredaktionen der Springer-Marken in einem rollenden Modell geführt worden. Röhn, selbst einer der Global Reporter, leitete bereits das "Investigativ & Reportagen"-Ressort bei der "Welt". Als Senior Editor soll er die Recherchen und Einsätze des Global Reporter Networks koordinieren, inhaltliche Impulse geben und die Distribution der Beiträge steuern. Das Netzwerk besteht aus Reportern und Autoren mit Standorten in den USA, Europa und Israel.
Bettina Ricklefs bleibt Leiterin des Programmbereichs Spiel-Film-Serie beim Bayerischen Rundfunk (BR). Der BR-Rundfunkrat berief sie für weitere fünf Jahre bis Frühjahr 2031 für das Amt. Ricklefs leitet den Programmbereich seit 2011. In ihrer Verantwortung liegen alle fiktionalen Produktionen des BR für Das Erste, die ARD Mediathek, BR Fernsehen und Kino. Ricklefs kam 2004 kam sie vom SWR zum BR. Sie ist Mitglied der ARD-Gemeinschaftsredaktion Vorabend, im Vergabeausschuss des FFF Bayern und im Vorstand der Drehbuchwerkstatt München. Weiter ist sie Vertreterin der ARD im Grande Accord (Arte) zur Förderung herausragender europäischer Kinoproduktionen sowie stellvertretendes Mitglied im Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt als Stellvertreterin der ARD-Filmintendanz.
Matthias Deiß (47) vom RBB bleibt stellvertretender Studioleiter und stellvertretender Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio. Der RBB-Verwaltungsrat bestätigte die Verlängerung bis Mitte 2028, nachdem die Intendantinnen und Intendanten der ARD bereits im September dem Vorschlag zugestimmt hatten, wie der RBB mitteilte. Als stellvertretender Studioleiter und Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio trägt Deiß gemeinsam mit dem Studioleiter Markus Preiß und der stellvertretenden Studioleiterin Anna Engelke die Verantwortung für die bundespolitische Berichterstattung aus Berlin. Deiß ist seit 2021 in der Studioleitung des ARD-Hauptstadtstudios tätig.
Lina Timm und Denni Klein übernehmen die Geschäftsführung des "RedaktionsNetzwerks Deutschland" (RND). Beide kommen von der neu gegründeten RND Fortis GmbH, die das konzernweite Geschäft für Newsletter und Digitalprodukte der Madsack Mediengruppe weiterentwickelt, wie die Mediengruppe in Hannover mitteilte. "Mit Lina Timm und Denni Klein übernehmen zwei starke Persönlichkeiten die unternehmerische Führung des RND", sagte Thomas Düffert, Vorsitzender der Madsack-Konzerngeschäftsführung. Beide hätten einen journalistischen Hintergrund und für das Unternehmen bereits erfolgreich innovative Produktangebote und digitale Geschäftsmodelle entwickelt. Das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" beliefert mehr als 100 Medienmarken bundesweit, unter anderem die "Hannoversche Allgemeine Zeitung", die "Badische Zeitung" und die "Leipziger Volkszeitung".
Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ernennt Astrid Maier zum 1. Januar 2026 zur Stellvertreterin von Chefredakteur Sven Gösmann. Das habe der Aufsichtsrat auf seiner Dezember-Sitzung beschlossen, teilte die Nachrichtenagentur mit. Maier war bereits seit Oktober 2023 eine von drei stellvertretenden Chefredakteurinnen. Jutta Steinhoff als Chefin Netz und Silke Brüggemeier als Chefin Visuelles bleiben in der dpa-Chefredaktion stellvertretende Chefredakteurinnen. Maier wird laut dpa weiterhin als Chefin Strategie redaktionelle Produkte und Inhalte weiterenwickeln. Besonderes Augenmerk lege sie dabei auf Künstliche Intelligenz, hieß es. Maier, die ursprünglich aus Rumänien stammt, hatte China-Studien in Köln und Peking studiert. Zu ihren journalistischen Stationen gehörten die "Financial Times Deutschland", das "Manager Magazin" und die "Wirtschaftswoche". 2019 wurde sie Chefredakteurin des Netzwerks Xing. 2023 kam sie zur dpa.
Der Vertriebsleiter der Deutschen Presse-Agentur (dpa), Christopher Höpfner, ist zum Prokuristen mit Gesamtprokura bestellt worden. Damit verfüge die dpa über fünf Prokuristen, teilte die Nachrichtenagentur mit. Höpfner berichtet direkt an den Vorsitzenden der Geschäftsführung, Peter Kropsch, und ist laut dpa insbesondere für die Vertragsbeziehungen zu den Kernkunden und Eigentümern zuständig. Neben Höpfner gehören Kirsten Heinrichs (Personal), Jan Mahler (Recht), Michael Röseler (Finanzen) und Caren Siebold (Produkt) zu den Prokuristinnen und Prokuristen der dpa GmbH. Der in Frankfurt geborene Höpfner war zuvor bei Gruner + Jahr tätig und kam im Frühjahr 2025 zur dpa.
Heidrun Piwernetz, amtierende Präsidentin des Bayerischen Obersten Rechnungshofs, wird zum März 2026 neues Mitglied in der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Sie folgt in dem Gremium auf Christoph Hillenbrand, den früheren Präsidenten des Bayerischen Obersten Rechnungshofs. Dort hatte Piwernetz Hillenbrand bereits 2023 abgelöst, weil dieser in den Ruhestand ging. Die Berufung in die KEF gilt zunächst für verbleibende Dauer der laufenden Amtsperiode bis 31. Dezember 2026.
Der Bundesverband der Diakonie hat seit 1. Dezember einen neuen Leiter der Kommunikation. Wie der evangelische Wohlfahrtsverband in Berlin mitteilte, übernimmt Matthias Sobolewski (56) die Aufgabe. Sobolewski, seit 2019 Chef vom Dienst in der Abteilung, verantwortet damit künftig die interne und externe Kommunikation der Diakonie. Er übernimmt die Aufgabe von Thomas Schiller (62), der künftig für die Verbandsorganisation im Präsidialbereich der Diakonie Deutschland zuständig ist. Sobolewski war vor seinem Wechsel zur Diakonie mehr als zwei Jahrzehnte lang als Korrespondent und Ressortleiter bei der Nachrichtenagentur Reuters tätig. Schiller war bis 2017 Chefredakteur des epd.
Peter Arens, Leiter der Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft im ZDF ist beim World Congress of Science and Factual Producers (WCSFP) mit dem Lifetime Achievement Award geehrt worden. In der Begründung der Jury hieß es, Arens habe sich "einen beispiellosen Ruf auf dem Gebiet der Wissenschafts- und Geschichtsproduktionen erarbeitet". Arens leitet seit 2006 die Hauptredaktion Kultur und Wissenschaft, die seit 2017 Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft heißt. Er ist unter anderem verantwortlich für die Formate "Terra X", "Terra Xplore", "37°" und "Precht". Seit 2007 leitet er den Studiengang "Journalistischer Film" an der Filmakademie Baden-Württemberg.
In Rheinland-Pfalz tritt am 1. Januar 2026 die Novelle des Landesmediengesetzes in Kraft. Marktbeherrschende Tageszeitungsverlage können sich nun stärker als bisher an privaten Radio- und Fernsehsendern in dem Bundesland beteiligen. Die bisherigen Begrenzungen wurden gestrichen. Außerdem soll mit der Gesetzesnovelle die Vermittlung von Medienkompetenz gestärkt werden, um diesen Bereich wird das Aufgabenfeld der Medienanstalt Rheinland-Pfalz erweitert. Die von ihr bereits betriebenen "Orte der medialen Teilhabe" werden gesetzlich verankert. Solche Orte richtet die Medienanstalt seit 2022 ein, sie wird dabei von Partnern unterstützt. Die Medienanstalt muss künftig die Vergütung ihres Direktors und ihres stellvertretenden Direktors jährlich veröffentlichen. Die Gesetzesnovelle hatten im rheinland-pfälzischen Landtag die drei Regierungsfraktionen von SPD, Grünen und FDP sowie die CDU als größte Oppositionsfraktion im September auf den Weg gebracht. Die vier Fraktionen und die Freien Wähler verabschiedeten die Novelle im Oktober. Die AfD stimmte dagegen.
Der Radiosender Antenne Thüringen kommt nach Einschätzung der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) seinen Informationspflichten nur unzureichend nach. Das Privatradio biete zu wenig journalistische Inhalte mit regionalem Bezug, sagte eine TLM-Sprecherin dem epd. Der Anteil informierender und beratender Wortbeiträge im Tagesprogramm des Senders ist laut TLM erneut deutlich gesunken. Er ging demnach von 14 Prozent im Jahr 2021 auf 10,7 Prozent im Herbst 2025 zurück und verfehlte damit zum dritten Mal den vorgegebenen Richtwert von 15 Prozent. Zudem habe sich der Umfang originärer Beiträge in den Regionalisierungen auf nur noch 20 Minuten pro Woche nahezu halbiert und liege damit unter dem geforderten Mindestwert von 45 Minuten. Die Versammlung der TLM befasst sich voraussichtlich bei ihrer Sitzung im Februar 2026 mit dem Thema. Dem Sender kann am Ende des Verfahrens eine Geldstrafe auferlegt werden.
Der "Tagesspiegel" bündelt die Audio-, Video- und Social-Media-Inhalte im gemeinsamen Ressort "Voice & Vision". Wie der Verlag mitteilte, wird die neue Einheit von Sonja Gillert und Morten Wenzek gemeinsam geführt. Gillert war zuletzt Ressortleiterin Audio bei Welt, Wenzek leitet seit vier Jahren die Social-Media- und Video-Teams beim "Tagesspiegel". Mit dem neuen Ressort will der Verlag nach eigenen Angaben ein "klares strategisches Signal" setzen und Inhalte "überregionaler, digitaler, multimedialer und für jüngere Zielgruppen" aufbereiten und verbreiten.
Die Deutsche Musik- und Orchestervereinigung Unisono schließt sich den Protesten gegen die Pläne des MDR an, MDR Klassik nicht mehr terrestrisch auszustrahlen und die Inhalte nur noch digital zu verbreiten. Unisono-Geschäftsführer Robin von Olshausen sagte: "Eine Verschiebung ins Digitale ist kein Ersatz für das Radioformat. Sie würde an der Zielgruppe vorbeigehen." Der Sender biete einem treuen Publikum klassische Musik in der gesamten Breite und berichte "vorbildlich über Kultur- und Musikpolitik". Das Programm sei weit über die Grenzen des Sendegebiets bekannt für seine gut kuratierte Musikauswahl sowie Berichte über Premieren und Ensembles. "Die mitteldeutsche Musiklandschaft braucht MDR Klassik als wichtigen Player in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt", sagte von Olshausen. 33 Kulturinstitutionen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten sich im Dezember in einem offenen Brief an den Intendanten und den Rundfunkrat des MDR gegen die Pläne ausgesprochen. MDR-Intendant Ludwig hatte am 8. Dezember den MDR-Rundfunkrat darüber informiert, dass MDR Klassik zu den terrestrisch verbreiteten ARD-Radiosendern gehört, die nach dem Reformstaatsvertrag bis 2027 eingestellt werden sollen.
Die ProSiebenSat.1 Media SE verkauft das Online-Wetterportal "wetter.com" an die Funke Mediengruppe. Die Transaktion des 100-prozentigen Tochterunternehmens aus dem Commerce&Ventures-Segment ist als Asset-Deal strukturiert, in dessen Rahmen die Belegschaft von "wetter.com" im Zuge eines Betriebsübergangs an den neuen Eigentümer überführt wird, wie ProSiebenSat.1 mitteilte. ProSiebenSat.1 verstärkt damit nach eigenen Angaben seinen strategischen Fokus auf das Kerngeschäft Entertainment. Funke teilte in Essen mit, der Kauf solle das digitale Wachstum der Gruppe beschleunigen. "wetter.com" wurde den Angaben nach im Jahr 2000 als Wetterportal von ProSiebenSat.1 mitgegründet und 2014 vollständig vom Konzern übernommen.
Die Deutsche Welle (DW) hat gegen die dauerhafte Suspendierung von zwei Korrespondenten durch die äthiopische Medienaufsichtsbehörde protestiert. Die Ethiopian Media Authority (EMA) habe in einem Brief an die DW keine konkreten Gründe in der Berichterstattung der beiden Journalisten genannt, teilte der Sender mit. Die DW prüft nun rechtliche Schritte gegen die Suspendierung. "Es ist nicht akzeptabel, dass unsere beiden Korrespondenten ihre Arbeit einstellen müssen, ohne dass ihnen irgendein konkreter Grund dafür genannt wird", sagt Manuela Kasper-Claridge, Chefredakteurin der DW. Die EMA hatte am 23. Oktober alle neun DW-Korrespondentinnen und Korrespondenten temporär suspendiert. Sie konnten zunächst ihrer Arbeit nicht nachgehen, sieben von ihnen durften sie aber ab Mitte Dezember wieder aufnehmen.
Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) fördert 22 neue lokaljournalistische Projekte in Brandenburg. Neben Hörfunk-Serien und TV-Sendereihen entstünden so im kommenden Jahr auch neue Podcasts, Tiktok-Kanäle und Online-Magazine in der Region, teilte die Medienanstalt mit. Gefördert werden unter anderem die Sendereihe "Politik vor Ort - Kommunal klar" aus mehreren Orten, die wöchentliche Lokalradio-Sendereihe "Heimathelden Havelland", der Podcast "Hier geblieben!" mit Geschichten aus der Prignitz und der Tiktok-Kanal "#realspn" im Landkreis Spree-Neiße. Für die aktuelle Förderrunde stehen rund 500.000 Euro zur Verfügung. Insgesamt wurden nach Angaben der MABB 62 Anträge mit einem Volumen von etwa 1,5 Millionen Euro eingereicht. Über die Vergabe habe der Medienrat der Anstalt entschieden. Die Fördermittel gingen an Vorhaben in ganz Brandenburg.
Kirchen, Verbände und Medieninitiativen können sich um Geld aus dem Innovationsfonds zur Förderung evangelikaler Medienprojekte im nächsten Jahr bewerben. Die Mittel der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) würden für neue digitale Medienprojekte sowie zur Unterstützung bereits etablierter evangelisch-evangelikaler Medienprodukte vergeben, teilte das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) mit. Förderanträge können bis zum 17. Februar eingereicht werden. Seit 2020 stellt die EKD einen jährlichen Betrag von bis zu 138.000 Euro zur Verfügung. Die EKD hat die Verwaltung des Fonds dem GEP übertragen. Über die Bewilligung der Projekte entscheidet ein vom GEP-Aufsichtsrat eingesetzter Fachausschuss, der die Förderentscheidungen in seiner Sitzung am 25. März fällt. Das GEP ist die zentrale Medieneinrichtung der EKD, ihrer Landeskirchen und Werke sowie der evangelischen Freikirchen. Zum GEP gehört unter anderem die Zentralredaktion des epd.
Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für die Übernahme des "Hellweger Anzeigers", der "Westfälischen Rundschau" in Unna und Kamen und des Anzeigenblatts "MonTakt" der Rubens Gruppe (Unna) durch den Ruhr-Nachrichten Verlag gegeben. Der Verlag der "Ruhr-Nachrichten", der zum Dortmunder Konzern Lensing Media gehört, verbreitet im Ruhrgebiet und im Münsterland die regionalen Tageszeitungen "Ruhr-Nachrichten", "Münsterland Zeitung", "Dorstener Zeitung", "Haltener Zeitung", "Recklinghäuser Zeitung" sowie das "Bocholter Borkener Volksblatt". Das Kartellamt hält die Übernahme aus wettbewerblicher Sicht für unbedenklich. Zwar könnten Abo-Kunden des "Hellweger Anzeigers" auch die "Ruhr-Nachrichten" im Kreis Unna buchen. Deren Berichterstattung über die dortigen Gemeinden sei aber in Art und Umfang nicht vergleichbar mit der des "Hellweger Anzeigers" und der "Westfälischen Rundschau", so dass es sich bei ihnen "nicht um direkte Wettbewerber handelt". Die frühere Funke-Zeitung "Westfälische Rundschau" hat seit 2014 keine eigene Redaktion mehr und wird ausschließlich als Dachmarke für Angebote aus anderen Publikationen verwendet, in Unna und Kamen wird sie von einer Rubens-Tochter herausgegeben.
Das Bundeskartellamt hat den von der Mediengruppe Bayern geplanten Erwerb der Mediengruppe Oberfranken im Vorprüfverfahren freigegeben. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, bezeichnete das Vorhaben aus wettbewerblicher Sicht als unbedenklich. Die Mediengruppe Bayern und die Mediengruppe Oberfranken gäben ihre Zeitungen in unterschiedlichen Teilen Bayerns heraus, so dass nicht von einem Wettbewerbsverhältnis auszugehen sei. Auch hinsichtlich der weiteren betroffenen Tätigkeitsbereiche bestünden keine Bedenken. Die Mediengruppe Bayern verlegt die regionalen Tageszeitungen "Passauer Neue Presse", "Donaukurier" und "Mittelbayerische Zeitung". Die Mediengruppe Oberfranken gibt die Tageszeitungen "Fränkischer Tag”, "Coburger Tageblatt", "Bayerische Rundschau” und "Saale-Zeitung" heraus. Darüber hinaus ist sie an Radioveranstaltern beteiligt, betreibt regional ausgerichtete Onlineportale, bietet Druckdienstleistungen an und verlegt Fachzeitschriften.
Die wöchentliche Kolumne der Berliner Bischöfe in der Boulevardzeitung "B.Z." wird nach 20 Jahren eingestellt. Wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) mitteilte, veröffentlichte die Zeitung am 11. Dezember letztmalig einen entsprechenden Beitrag des evangelischen Bischofs Christian Stäblein. Die Kolumne trug den Titel "Was würde Jesus dazu sagen". Der letzte Beitrag vom katholischen Erzbischof Heiner Koch werde am 18. Dezember erscheinen. In der Pressemitteilung der Berliner Landeskirche hieß es: "Wir sind traurig und bedauern sehr, dass auch diese letzte Möglichkeit gesellschaftlicher Relevanz der christlichen Kirchen in den säkularen Medien zu Gehör zu kommen, den meist finanziellen Umbrüchen in der Medienlandschaft zum Opfer fällt." Für die beiden christlichen Kirchen in Berlin gehe damit "eine kleine Ära zu Ende".
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) stellt seinen TV-Teletext "rbbtext" als eigenständiges redaktionelles Angebot ein. Ab Seite 300 des Teletextes werde es zwar weiterhin die Programmvorschauen für das RBB-Fernsehen sowie einen Nachrichten-Überblick von RBB-Inforadio geben, teilte der Sender mit. Auf den anderen Seiten werde jedoch künftig der ARD-Text mit seinem kompletten Angebot von "Tagesschau"-Nachrichten, bundesweitem Sport und Wetter bis hin zu Wirtschaft, Kultur und Börse präsentiert. Auch nach der Umstellung würden wie gewohnt die Untertitelungen für Hörbehinderte auf Seite 150 weitergeführt. Die Internetversionen des Fernsehtextes rbbtext.de, rbbtext.mobi und die rbbtext-App entfielen jedoch. Hintergrund der Umstellung seien "umfangreiche Einsparmaßnahmen im gesamten RBB.
Der deutsch-französische Sender Arte kooperiert mit dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Sender Suspilne Ukraine. Die außerordentliche Mitgliederversammlung stimmte dem Sender zufolge am 3. Dezember zu, dass beide Häuser einen Assoziierungsvertrag unterzeichnen. Dies ebne den Weg für hochwertige und ambitionierte Koproduktionen und stehe zugleich für demokratische Werte und gelebte Solidarität in Europa, sagte Bruno Patino, Vizepräsident von Arte Geie und von Arte France. Darüber hinaus stimmte die Mitgliederversammlung zu, den Assoziierungsvertrag mit der öffentlich-rechtlichen spanischen Rundfunkgesellschaft RTVE zu verlängern. Insgesamt umfasst das Arte-Netzwerk mittlerweile 13 Sender.
Ab sofort können Nutzerinnen und Nutzer des Streaming-Anbieters Zattoo in Deutschland direkt die Inhalte des ZDF-Streamingportals abrufen. Mit der neuen Direkt-Verlinkung reagiere das ZDF auf die wachsende Nachfrage nach flexiblen, jederzeit und überall abrufbaren Inhalten, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Zattoo schaffe für seine Kundinnen und Kunden dabei ein ebenso nahtloses wie komfortables Streaming-Erlebnis. Für das ZDF als öffentlich-rechtlichen Medienanbieter sei es ein zentrales Ziel, Inhalte so leicht wie möglich verfügbar zu machen, sagte Florian Kumb, ZDF-Direktor Audience. Roger Elsener, CEO von Zattoo, erklärte, die mit dem ZDF getroffene Vereinbarung sei ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, den Nutzerinnen und Nutzern alle ihre Lieblingsinhalte über eine Plattform bereitzustellen.
red
Zuerst veröffentlicht 12.12.2025 08:57 Letzte Änderung: 31.12.2025 08:55
Schlagworte: Medien, Personalien, Preise, Kurzmeldungen, NEU
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