17.03.2026 17:28
Köln (epd). Nach 14 Jahren als Redaktionsleiter und Moderator von "Monitor" scheidet Georg Restle beim ARD-Politmagazin aus und übernimmt die Leitung des ARD-Studios Nairobi. Der 60-Jährige werde "Monitor" am Donnerstag nächster Woche zum letzten Mal moderieren, teilte der WDR am Dienstag in Köln mit. Zum 1. Juni folgt er in Nairobi auf Antje Diekhans, die bereits im vergangenen Jahr in die Leitung der WDR-Auslandsabteilung nach Köln gewechselt war.
Er wolle die Berichterstattung aus afrikanischen Ländern in der ARD stärken und die Themen aus diesem großen Berichterstattungsgebiet einem deutschen Publikum näherbringen, sagte Restle. Schon früher war er als Auslandskorrespondent tätig. Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 berichtete er mehrfach aus der Ukraine. Von 2010 bis 2012 war er zudem fester Korrespondent für das ARD-Studio Moskau. Darüber hinaus hat er regelmäßig Studiovertretungen übernommen, etwa in Warschau und Nairobi.
Im Jahr 2000 war Restle Redakteur bei "Monitor" geworden, 2007 stellvertretender Redaktionsleiter. 2012 übernahm er die Redaktionsleitung und die Moderation. Über seine Nachfolge bei "Monitor" will der WDR zu einem späteren Zeitpunkt informieren. 2024 gehörte Restle zu den Bewerbern für die Nachfolge von Tom Buhrow im WDR-Intendantenamt, schied aber frühzeitig aus dem Rennen aus.
Restle plädiert immer wieder für einen "werteorientierten Journalismus", der Fake News und Halbwahrheiten entgegenwirkt. Die aktuelle Form der digitalen Formatentwicklung bei öffentlichen-rechtlichen Sendern lasse bei ihm die Sorge aufkommen, dass der "knochenharte, investigative Journalismus" unter die Räder kommen könnte, sagte er 2023 im Podcast "Läuft". Denn bei diesem Journalismus sei Erfolg nicht immer sofort sichtbar. Manche Recherchen dauerten Monate und seien teuer.
Das ARD-Studio in Kenia wurde 1973 eingerichtet. Es berichtet für die ARD aus fast 40 afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
kfr/rid
Zuerst veröffentlicht 17.03.2026 18:28 Letzte Änderung: 18.03.2026 09:28
Schlagworte: Medien, Fernsehen, Personalien, NEU
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