Pulitzer-Preise für "Washington Post" und "New York Times" - epd medien

05.05.2026 03:33

Kritische Beiträge und Enthüllungen über Donald Trump sind mit einem der weltweit renommiertesten Preise im Journalismus ausgezeichnet worden.

Headquarter der "Washington Post"

Washington (epd). In New York sind am Montag (Ortszeit) die Pulitzer-Journalismuspreise vergeben worden. Viele der ausgezeichneten Beiträge befassten sich kritisch mit der Regierung von Donald Trump. Der Pulitzer-Preis in der Kategorie "Dienst an der Öffentlichkeit" ging an die Tageszeitung "Washington Post" für Berichte über die Massenentlassungen aus der öffentlichen Verwaltung unter Trump-Berater Elon Musk.

Die "Post" erhielt zudem eine Auszeichnung für eine Fotoreportage des Fotografen Jahi Chikwendiu. Der Pulitzer-Preis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen im Journalismus, die meisten Kategorien sind mit einem Preisgeld von 15.000 US-Dollar (12.800 Euro) dotiert.

Mehrere Preise für Reuters

Der "New York Times" wurden drei Pulitzer-Preise zugesprochen, für einen Artikel über Trumps Profitmacherei im Amt, für Fotos von der Zerstörung im Gaza-Streifen und für Kommentare von M. Gessen über Autoritarismus. Die Nachrichtenagentur Reuters erhielt einen Preis für eine Berichterstattung über Trumps Rachekampagne gegen politische Gegner. Ausgezeichnet wurden auch Reuters-Beiträge über fragwürdige Praktiken des Social-Media-Konzerns Meta.

In der Kategorie "Breaking News Reporting" gewann das Team der "Minnesota Star Tribune". Über eine Schießerei an einer katholischen Schule, bei der zwei Kinder ums Leben kamen und 17 verletzt wurden, seien in der Tageszeitung eindrucksvolle Berichte erschienen, die sich durch "Gründlichkeit und Mitgefühl" auszeichneten, hieß es.

Die "Chicago Tribune" wurde geehrt für ihre Berichterstattung über das militarisierte Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE in Chicago. Reporter von "The Connecticut Mirror" und der Plattform "ProPublica" wurden für Lokalberichterstattung über Abschleppfirmen ausgezeichnet. "Miami Herald"-Journalistin Julie K. Brown erhielt eine besondere Belobigung wegen Enthüllungen 2017 und 2018 über Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Über 1.000 Beiträge eingereicht

Pulitzer-Verwalterin Marjorie Miller sagte am Montag, Medien in den USA stünden unter starkem wirtschaftlichem und politischem Druck. Der Zugang für Journalistinnen und Journalisten zum Präsidenten und ins Verteidigungsministerium sei eingeschränkt worden, und Trump habe mehrere Medien verklagt.

Der von dem aus Ungarn stammenden US-Zeitungsverleger Joseph Pulitzer gestiftete Preis (1847-1911) wird seit 1917 vergeben. Der darüber entscheidende Pulitzer-Rat setzt sich aus Journalisten, Redakteuren und Akademikern zusammen. Für die diesjährigen Preise wurden 1.077 journalistische Beiträge eingereicht.

ege



Zuerst veröffentlicht 05.05.2026 05:33 Letzte Änderung: 05.05.2026 11:22

Schlagworte: USA, Medien, Auszeichnungen, NEU

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