15.05.2026 13:14
Der ZDF-Verwaltungsrat hat Nadine Bilke als Programmdirektorin des Senders bis 2032 bestätigt. Bilke hat den Posten seit Mai 2022 inne. ZDF-Intendant Norbert Himmer würdigte sie als "ausgezeichnete Medien- und Programm-Managerin", die für "hohe Qualität und Innovationskraft" stehe. Bilke begann ihre berufliche Laufbahn im ZDF im Jahr 2002 als Redakteurin in der Hauptredaktion Neue Medien. In den Jahren 2007 bis 2008 war sie stellvertretende Leiterin der Redaktion "zdf.de". Ab 2009 arbeitete sie als Chefin vom Dienst und Planungschefin in der Hauptredaktion Neue Medien. Von 2018 bis 2022 stand Bilke als Senderchefin an der Spitze von ZDFneo.
Anna-Maria Schuck folgt zum 1. Juni als Leiterin der Hauptabteilung Kommunikation im ZDF auf Alexander Stock, der in den Ruhestand geht. ZDF-Intendant Norbert Himmler erklärte, Schuck sei "nicht nur eine versierte Journalistin und Kommunikationsexpertin", sondern stehe auch "für einen zeitgemäßen Führungsstil". Schuck ist seit März 2025 Leiterin des ZDF-Landesstudios Baden-Württemberg in Stuttgart. Zuvor war die studierte Journalistin und Politikwissenschaftlerin Programmreferentin bei den Intendanten Norbert Himmler und Thomas Bellut. Überdies war sie bereits als Chefin vom Dienst und Reporterin im ZDF-Nachrichtenmagazin "heute journal" tätig, sowie bei der CBC in Toronto und bei NBC News in San Diego. Ihr Volontariat absolvierte Schuck beim "Kölner Stadt-Anzeiger".
Der Verwaltungsrat der RTL Group hat Clément Schwebig am 12. Mai zum neuen CEO der RTL Group ernannt. Er tritt die Nachfolge von Thomas Rabe an, der seit dem 1. April 2019 CEO der RTL Group war, wie RTL Deutschland mitteilte. Rabe bleibt als Executive Director im Verwaltungsrat und Mitglied des Executive Committee der RTL Group. Der Verwaltungsrat der RTL Group habe zudem beschlossen, dass Alexander von Torklus, derzeit Executive Vice President Corporate Controlling und Strategy bei Bertelsmann, Ende September 2026 die Nachfolge von Björn Bauer als Chief Financial Officer (CFO) der RTL Group antreten wird. Bauer ist seit dem 1. September 2019 CFO der RTL Group und wird zukünftig CFO des globalen Musikunternehmens BMG. Ende des vergangenen Aprils hatte Bertelsmann den Zusammenschluss von BMG und Concord bekannt gegeben. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.
Die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Elke Ferner ist neue Vorsitzende des Verwaltungsrats des Saarländischen Rundfunks (SR). Die Gremiumsmitglieder wählten sie einstimmig, wie der SR mitteilte. Als Stellvertreterin wurde die Richterin am Finanzgericht des Saarlandes, Tina Jacoby, im Amt bestätigt. Sie wurde erstmals 2024 zur Stellvertreterin gewählt. Die Amtszeit beträgt jeweils zwei Jahre. Ferner unterstrich die Herausforderungen, vor denen der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht: "Er muss seinen gesetzlichen Auftrag erfüllen können und gleichzeitig in der Lage sein, sich auf das veränderte Nutzerverhalten einzustellen." Das brauche Planungssicherheit. "Eine weiter andauernde Hängepartie in der Beitragsfrage kann sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht leisten", erklärte die frühere Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium.
Michael Radomski, Gründer und Geschäftsführer des Sendernetzbetreibers Uplink Network, ist am 5. Mai im Alter von 52 Jahren verstorben. Radomski sei eine der prägenden Unternehmerpersönlichkeiten der deutschen Rundfunk- und Telekommunikationsbranche und ein besonderer Mensch gewesen, erklärte das Unternehmen. Mit der Gründung von Uplink 2013 habe Radomski den Grundstein für eine Firma gelegt, die sich unter seiner Führung zum größten unabhängigen Sendernetzbetreiber Deutschlands entwickelte habe und zu einem zentralen Partner zahlreicher privater Programmveranstalter und öffentlich-rechtlicher Sender geworden sei. Es sei "maßgeblich sein Verdienst, dass eines der letzten Monopole in Deutschland, die technische Infrastruktur der Radioübertragung, aufgebrochen wurde". Die Sendernetzbetreiber Uplink aus Düsseldorf und Divicon Media aus Leipzig hatten sich 2024 wirtschaftlich und organisatorisch zusammengeschlossen. Das Fusionsunternehmen nimmt eine bedeutende Rolle im deutschen Sendebetrieb für UKW und DABplus ein.
Nicholas Potter, Buch-Autor und Journalist, verlässt die "tageszeitung" (taz). Das teilte Potter am 6. Mai auf seinen Accounts bei Instagram und LinkedIn mit. Er habe zehn Jahre für die taz geschrieben, die letzten beiden als Redakteur. Kürzlich erschien Potters Buch "Die neue autoritäre Linke". Nach Angaben der taz im April 2025 wurde auf einem Plakat offen zur Gewalt gegen den Journalisten aufgerufen. Potter berichtet häufig zum Nahost-Konflikt.
Der Bundesverband Regie hat die Entscheidung des MDR, "Tatort"- sowie "Polizeiruf"-Neuproduktionen zu pausieren, scharf kritisiert. "Die Entscheidung, einmal mehr am Programm zu sparen, hat schwerwiegende und dramatische Folgen für den schon massiv unter Druck stehenden fiktionalen Produktionsstandort Deutschland", teilte der Vorstand des Verbands mit. Notwendige strukturelle Einsparungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk könnten nicht weiter einseitig zulasten des Programms und der kreativen Wertschöpfung erfolgen, hieß es. Der Verband appellierte unter anderem an MDR-Intendant Ralf Ludwig, "die Auswirkungen dieser Entwicklung nicht isoliert als Sparmaßnahme zu betrachten. Der fortlaufende Abbau fiktionaler Produktion gefährdet nachhaltig die kulturelle Vielfalt, den kreativen Nachwuchs, die unabhängige Produktionslandschaft und tausende Arbeitsplätze in Deutschland." Zuvor hatte der MDR vor dem Hintergrund von Sparmaßnahmen Programmkürzungen angekündigt.
Auch rund vier Monate nach dem Eklat um die Verwendung eines KI-generierten Fake-Videos im ZDF-"Heute Journal" ist weiter unklar, ob der Vorfall arbeitsrechtliche Folgen haben wird. Die Prüfung dauert weiter an, wie die Sendeanstalt in Mainz dem epd mitteilte. Zur künftigen Tätigkeit der im Februar abberufenen New Yorker ZDF-Studioleiterin Nicola Albrecht und einer Neubesetzung der New Yorker Stelle gibt es demnach ebenfalls noch keine Entscheidung. Nach der massiven Kritik an der Nachrichtensendung vom 15. Februar hatte die ZDF-Spitze weitreichende Konsequenzen versprochen. Im Fernsehrat kündigte sie auch die Prüfung arbeitsrechtlicher Maßnahmen gegen andere für die Sendung verantwortliche Mitarbeiter an, ohne dazu nähere Angaben zu machen. Auslöser war ein Bericht über die US-Einwanderungsbehörde ICE, in dem eine KI-generierte Videosequenz von einer Festnahme eingebaut worden war. Außerdem wurde darin älteres Archivmaterial verwendet, das, anders als suggeriert, in keinem inhaltlichen Zusammenhang zu den ICE-Einsätzen stand.
Der Burda-Verlag schließt seine Bewegtbild-Einheit BurdaStudios. Gründe dafür seien "anhaltende Rückgänge im Bereich des linearen TV-Geschäfts und fehlende wirtschaftliche Perspektiven bei der Produktion von Inhalten für digitale Plattformen", sagte eine Verlagssprecherin dem epd auf Anfrage. Die BurdaStudios hatten demnach seit Anfang 2025 "mit einem bereits deutlich verkleinerten Team gezielt in die Stabilisierung des TV-Geschäfts und den Ausbau der Content-Strategie für nicht-lineare Plattformen investiert". Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich seit dieser Zeit weiter verschlechtert. "Aus diesem Grund konnten die großen Anstrengungen des Teams zur Akquise von neuen Aufträgen leider nicht die erhoffte Wirkung erzielen", erklärte die Sprecherin. Zur Schließung habe es nun "keine sinnvolle unternehmerische Alternative mehr" gegeben. Rund 30 Kolleginnen und Kollegen seien von der Maßnahme betroffen, die BurdaStudios hätten sich mit dem Betriebsrat auf eine Regelung geeinigt.
Die Wirtschaftsberichterstattung bei NTV wird künftig nicht mehr unter der Marke "Telebörse" präsentiert. Wie die Mediengruppe RTL Deutschland, zu der NTV gehört, mitteilte, bündelt der Nachrichtensender "seine wirtschaftsjournalistische Kompetenz unter der Marke 'NTV Wirtschaft'". Susanne Althoff, stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin Wirtschaft bei NTV, sagte, die "Telebörse" sei seit mehr als 30 Jahren "eine feste Größe in der deutschen Wirtschaftsberichterstattung". Sie stehe wie kaum ein anderes Format für Verlässlichkeit und Expertise. Mit "NTV Wirtschaft" solle die Marke weiterentwickelt werden: "inhaltlich breiter, visuell moderner, crossemdial". Die 1994 gestartete "Telebörse" gilt laut RTL als "Mutter aller Wirtschaftssendungen". Die Sendung präsentierte in bis zu 22 Ausgaben täglich aktuelle Informationen zu den Börsen, Unternehmen und Märkten.
Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) hat zum 33. Mal den LFK-Medienpreis verliehen. Ausgezeichnet wurden herausragende Audio- und Bewegtbildbeiträge aus Baden-Württemberg, insgesamt wurde der Preis in acht Kategorien vergeben. Der Nachwuchspreis ging an das Evangelische Medienhaus Stuttgart für ein Video zu "Hochzeiten im 15-Minuten-Takt", ebenso an Radio Energy für "Pudding mit Gabeln essen in Stuttgart". Für die lokale Berichterstattung wurde das Radio Rock FM für seinen "Männer TÜV" ausgezeichnet, ebenso an das Rhein-Neckar Fernsehen für den Beitrag "Amokfahrt in Mannheim - der Tag danach". Geehrt wurde zudem der Geschichts-Podcast "His2Go" aus Freiburg für "Irena Gut rettet zwölf Menschen vor dem Holocaust". Chris Müller aus Stuttgart wurde für seinen Social-Media-Beitrag "Das könnte das Ende von Social Media sein" ausgezeichnet. Publikumspreise erhielten Radio Regenbogen für "Rikscha Roadtrip" und das Rhein-Neckar Fernsehen für seinen "Monnemerisch-Crashkurs". Der erstmals ausgelobte Sonderpreis "Vielfalt in Baden-Württemberg" ging an Ron TV (Mannheim) für den Beitrag "Lichtblick im Sozialen Brennpunkt".
Der Zentralrat der Juden in Deutschland ehrt mit seinem wichtigsten Preis in diesem Jahr eine polarisierende Persönlichkeit: Der Kabarettist Dieter Nuhr ("Nuhr im Ersten") wird mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet. Man würdige damit "seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus in der Medienlandschaft", hieß es zur Begründung. Zentralratspräsident Josef Schuster erklärte, Nuhr setze sich in seinen Beiträgen "mit herausragender Klarheit gegen Antisemitismus ein". Dabei nutze er "seine Rolle als Kabarettist und seine Plattform im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, um konsequent Doppelstandards in der deutschen Debatte um Israel offenzulegen". Der Preis soll am 10. Juni verliehen werden. Als Laudator wird der Psychologe und Autor Ahmad Mansour erwartet. Nuhr sorgte mit satirischen Beiträgen in der Vergangenheit für teils heftige Kontroversen. Mit Witzen über Muslime und die Klimabewegung "Fridays for Future" handelte sich der 65-Jährige den Vorwurf ein, Stereotype zu befeuern. Er selbst wies das zurück. Mit dem Leo-Baeck-Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die sich laut Zentralrat besonders um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben.
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, und der Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, erhalten in diesem Jahr den Großen Deutsch-Französischen Medienpreis. Sie zeigten "beharrliches, grenzüberschreitendes Engagement für Stabilität, Vertrauen und den deutsch-französischen Dialog", erklärte der Vorstandsvorsitzende des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) und Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR), Martin Grasmück. Die undotierte Auszeichnung wird zusammen mit dem DFJP am 16. September in Paris vergeben.
Die ARD hat auch in diesem Jahr junge Audiotalente mit dem Kurt-Magnus-Preis ausgezeichnet. Gewinnerinnen sind Selin "Selly" Kahya, Rebecca Barth, Mia von Hirsch, Luisa Meyer und Sophie Anggawi. Die RBB-Journalistin Kahya (erster Preis) verbinde zugängliche Moderation mit inhaltlicher Tiefe, hieß es. In der "Fritz Frühschicht" erreiche sie ein junges Publikum und verknüpft Alltags-, Kultur- und Politikthemen, im Politikformat "Berlin Code" bereite sie bundespolitische Fragen verständlich auf. Rebecca Barth vom WDR (zweiter Preis) berichte seit Juni 2022 aus Kiew für den ARD-Hörfunk unter anspruchsvollen Bedingungen und ordne die Entwicklungen des Krieges differenziert ein. Luisa Meyer (dritter Platz), Redakteurin des Religionsmagazins "Tag für Tag" und des Features "Aus Religion und Gesellschaft" im Deutschlandfunk, behandle schwierige Themen "klug, kritisch und fundiert". Mia von Hirsch (ebenfalls dritter Platz) von der Kultur-Unit und vom crossmedialen Reporterteam X-Lab des HR erzähle mit Menschenkenntnis und Empathie "Perspektiven von Pfandsammlern und Brandopfern, Schlagerkünstlern und Drogenabhängigen". Sophie Anggawi (vierter Platz) von Radio Bremen ist unter anderem Social-Media-Host und crossmediale Reporterin. Sie mache Journalismus "zugänglich, indem sie Verbindungen herstellt", lobte die Jury. Die Dotierungen der Preise liegen zwischen 3.000 und 7.000 Euro.
Der Sudanesische Journalistenverband hat in diesem Jahr den Guillermo-Cano-Preis für Pressefreiheit der Unesco erhalten. Die Unesco würdigt damit den Einsatz des Verbandes für die Pressefreiheit im Sudan und seine "Rolle bei der Dokumentation und Verurteilung gezielter Angriffe auf Medienschaffende" im seit Jahren andauernden Bürgerkrieg. Seit Kriegsbeginn 2023 hat der Verband eigenen Angaben zufolge 32 getötete Journalistinnen und Journalisten sowie 556 Verstöße gegen Medienschaffende dokumentiert. 90 Prozent der sudanesischen Medieninfrastruktur seien zerstört. Medienschaffende würden bedroht, festgenommen und massiv an ihrer Arbeit gehindert. Der Cano-Preis wurde anlässlich des Welttages der Pressefreiheit am 3. Mai 2026 verliehen.
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Hessen hat die "Feder für die Pressefreiheit" an die inhaftierte philippinische Journalistin Frenchie Mae Cumpio vergeben. Die 27-Jährige sei im Januar wegen angeblicher Terrorfinanzierung schuldig gesprochen worden, teilte der Landesverband mit. Bevor Cumpio 2020 inhaftiert worden sei, habe sie regelmäßig über mutmaßliche Übergriffe und Menschenrechtsverletzungen durch Polizei und Militär in ihrer Heimatregion berichtet. Nun drohe ihr eine Haftstrafe von bis zu 18 Jahren. Frenchie Mae Cumpio stehe stellvertretend für viele mutige Journalistinnen. "Ihre Inhaftierung zeigt, wie fragil Pressefreiheit sein kann, wenn staatliche Macht missbraucht wird", betonte der TV-Moderator und Pate der Aktion, Ingo Zamperoni, und forderte die Freilassung Cumpios.
red
Zuerst veröffentlicht 08.05.2026 08:50 Letzte Änderung: 18.05.2026 08:50
Schlagworte: Medien, Personalien, Preise, Kurzmeldungen, NEU
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