Juli 2026 - epd medien

16.07.2026 11:06

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Personalien


Zum 1. August 2026 übernimmt Tobias Lammert den Vorsitz der ARD-Werbung. Zudem wird er Geschäftsführer der WDR Mediagroup GmbH. Er folgt auf Michael Loeb, der die WDR Mediagroup Ende Juli verlässt. Reinhard Hild, Geschäftsführer der MDR Media GmbH, übernimmt die stellvertretende Funktion. In der Gesellschafterversammlung der ARD Media setzt Thomas Schelberg von der SWR Media Services GmbH seine Arbeit als Vorsitzender fort. Das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt Anja Mellage, Geschäftsführerin der RBB MEDIA GmbH. In der ARD-Werbung arbeiten alle neun Werbegesellschaften der Landesrundfunkanstalten der ARD zusammen. Die ARD Media GmbH als Tochtergesellschaft der neun Werbegesellschaften verantwortet die nationale Vermarktung in Bewegtbild, Audio und digitalen Medien.

Die Gremien der Bavaria Film haben Kay Siering, derzeit Geschäftsführer von Spiegel TV, als weiteren Geschäftsführer der Content-Einheit der Bavaria Film Gruppe bestellt: Er wird sein Amt spätestens zum 1. Juli 2027 antreten und die Geschäfte der Bavaria Film Content GmbH gemeinsam mit Julia Reuter leiten, die als Geschäftsführerin der Bavaria Film bereits heute für die Content-Einheit verantwortlich ist. In der Content GmbH sind die Tochtergesellschaften der Bavaria Film aus dem Bereich der fiktionalen und non-fiktionalen Bewegtbildproduktion sowie sämtliche Verwertungsaktivitäten gebündelt. Die Bestellung von Siering erfolge im Zusammenhang mit der von den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat beschlossenen Strategie- und Strukturreform der Bavaria Film, hieß es. Deren Kern sei die Zuordnung aller Geschäftsaktivitäten in zwei autarke Einheiten, eine Content-Einheit und eine Einheit Studios/Immobilien.

Nach dem Zusammenschluss mit Sky erweitert RTL seine Kommunikationsabteilung: Eva Messerschmidt verantwortet als Executive Vice President weiterhin die gesamte Kommunikation des zusammengeführten Unternehmens. Zudem übernimmt Lisa Steiner als Senior Vice President die Funktion der stellvertretenden Leiterin Kommunikation und berichtet an Messerschmidt. Steiner kommt von Sky Deutschland, wo sie zuletzt die Unternehmenskommunikation leitete. Messerschmidt hatte die Führung der Kommunikation von RTL Deutschland im März 2023 übernommen. RTL-Deutschland-CEO Stephan Schmitter, Messerschmidt und Steiner hätten die Transformation beider Unternehmen aus unterschiedlichen Perspektiven begleitet, teilte das Unternehmen mit. Nun sollen sie gemeinsam die Kommunikation extern und intern weiterentwickeln "und die Positionierung als führendes Medienunternehmen in der DACH-Region stärken".

Der WDR hat zwei Landesstudios mit neuen Leiterinnen besetzt: Julia Grimm übernimmt das Studio in Bonn, Anne Willmes leitet ab sofort das Studio in Siegen. Grimm kam 2014 nach Stationen bei NTV und RTL zum WDR. Dort arbeitete sie zunächst in der landespolitischen Redaktion und wechselte dann als Korrespondentin nach Berlin. 2019 übernahm sie eine Führungsposition bei Phoenix und stand auch als Moderatorin und Reporterin vor der Kamera. Willmes präsentierte bisher Sendungen wie "Hier und heute", die "Lokalzeit am Samstag" oder "Lokalzeit live" im WDR-Fernsehen. Begonnen hatte sie im Landesstudio Siegen 2000 als freie Mitarbeiterin, absolvierte dann ein WDR-Volontariat in Köln. Ihre Moderations-Karriere startete sie in der "Lokalzeit Südwestfalen", die sie ab jetzt als Führungskraft verantwortet.

Mitgründer Alexander von Streit hat beim Magazin "Krautreporter" die Position des geschäftsführenden Vorstands übernommen. Gemeinsam mit Anna Pointinger bildet er nun das Vorstandsduo der Krautreporter-Genossenschaft. Er folgt auf Leon Fryszer, der aus dem Vorstand ausscheidet. Mit dem Wechsel schließe Krautreporter die Vorstandsumbildung für den Übergang in eine neue Phase ab, heißt es in einer Mittelung. Ziel sei es, die Relevanz von unabhängigem Journalismus weiter zu stärken. Von Streit war in den ersten beiden Jahren Chefredakteur des Digitalmagazins. Seit 2016 war er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Genossenschaft. Dieses Amt habe er mit der Generalversammlung 2026 niedergelegt. Neben seiner neuen Rolle bei Krautreporter arbeite er weiter selbstständig an Projekten für eine nachhaltige Medienwelt. Fryszer wolle sich nach fast sieben Jahren an der Spitze neuen Aufgaben zuwenden.

Christoph Beckmann übernimmt im Verlag Nürnberger Presse (VNP) ab sofort die Leitung digitale Produkte. In dieser Funktion verantwortet er laut VNP-Mitteilung die Weiterentwicklung der digitalen Angebote des Hauses mit Blick auf Wachstum, Wirtschaftlichkeit und Nutzerorientierung. Zuletzt war er als Direktor Produkt News- und Serviceportale bei der Mediengruppe Oberfranken in Bamberg tätig. Beckmann soll sich insbesondere auf den Ausbau des digitalen Abonnementgeschäfts für Paid-Content und E-Paper sowie die Weiterentwicklung der Nachrichtenportale nordbayern.de und NN.de konzentrieren. Der VNP hatte zuletzt angekündigt, sein lokaljournalistisches Angebot mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) auszubauen. Durch eine "Automatisierung entlang der gesamten Produktionskette" sei der personelle Aufwand für die Zeitungsproduktion bereits um rund 90 Prozent reduziert worden.

Jost Wenzel ist neuer Programmchef von Radio Regenbogen. Der 53-Jährige habe die Position von Daniel Stupp übernommen, der das Unternehmen wegen "unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung des Programms" verlassen habe, teilte der Mannheimer Sender mit. Wenzel arbeitete zuletzt als Berater für Radio- und Audiounternehmen. Zuvor war er Programmchef beim Sender R.SA und leitete von 2006 bis 2022 die On-Air-Promotion für mehrere Sender im RTL Audio Center Berlin. Seine Karriere begann er bei Kiss FM. Radio Regenbogen ist nach eigenen Angaben der reichweitenstärkste private Radiosender in Baden-Württemberg mit täglich knapp 1,3 Millionen Hörern.

Sebastian Schulte (49) hat zum 1. Juli die Geschäftsführung der Westfunk GmbH & Co. KG - der Servicegesellschaft aller elf Lokalradios von Funke in Nordrhein-Westfalen übernommen - Schulte wurde zudem zum Geschäftsführer der Funke-Betriebsgesellschaften bestellt. Er folgte auf Axel Schindler, der nach Funke-Angaben auf eigenen Wunsch seine Aufgaben übergibt und als Geschäftsführender Redakteur zur "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) wechselt. Schindler bleibt Geschäftsführer der NRW-Wochenblätter und übt weiterhin die Ämter bei der Pressefunk NRW aus. Schulte ist seit Februar 2008 bei der Funke Mediengruppe und war zuletzt Leiter Marketing sowie Prokurist der Westfunk# .

Maral Bazargani (36) wird Moderatorin des ZDF-"Morgenmagazins". Die Journalistin werde bis zu sechs Wochen im Jahr in der Frühschiene von 5.30 Uhr bis 7 Uhr als Vertretung für Philipp Wortmann durch die Sendung führen, teilte das ZDF mit. Die ehemalige Leichtathletin moderiert seit 2023 die ZDF-Kindernachrichten "Logo!" und seit 2025 zudem die Leichtathletik-Übertragungen im ZDF. Bazargani gehörte als 400-Meter-Läuferin bei den Olympischen Spielen im Jahr 2012 in London zur deutschen 4x400-Meter-Staffel. Sie beendete 2014 ihre sportliche Karriere und startete ihre journalistische Laufbahn zunächst mit einem Volontariat beim SWR. Seit 2017 war sie Redakteurin und Reporterin für die ZDF-Kindernachrichten "Logo!". Zum Moderationsteam des "ZDF-Morgenmagazins" gehören Dunja Hayali, Mitri Sirin, Mirjam Meinhardt, Eva-Maria Lemke, Philipp Wortmann und Andreas Wunn.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat ihre Medienarbeit neu aufgestellt. Das dafür zuständige Referat in der Kirchenverwaltung wird jetzt erstmals von einer Doppelspitze aus zwei Theologinnen geführt. Die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Amet Bick, und die Rundfunkbeauftragte der Landeskirche, Barbara Manterfeld-Wormit, hätten die Aufgabe Anfang Mai übernommen, sagte eine Kirchensprecherin dem epd. Aufgabe des Medienreferats ist es nach Angaben der Landeskirche, die Kommunikation der Kirche intern und extern zu stärken. Außerdem würden Gemeinden und Einrichtungen in ihrer Medienarbeit beraten und unterstützt. Zum Medienreferat gehören nach Angaben der Landeskirche 20 Mitarbeitende verschiedener Arbeitsbereiche wie Pressestelle und Wichern-Verlag, der unter anderem die evangelische Wochenzeitung "Die Kirche" herausgibt. Weitere Bereiche sind Öffentlichkeitsarbeit mit Fundraising, Online-Redaktion und Social Media, Statistik sowie der evangelische Rundfunkdienst.

Preise


Der gemeinnützige Verein "Andere Zeiten" verleiht seinen diesjährigen Journalistenpreis an die Filmemacherin Kokutekeleza Musebeni für ihre Dokumentation "Zu früh erwachsen". Den zweiten Preis bekommt der freie Autor Viktar Vasileuski für seine Ich-Reportage "Wie krass kompliziert es ist, ein Deutscher zu werden". Mit dem dritten Preis wird die Reportage "Die Eine für alle" von Reporter Martin Zinggl und Fotografin Anush Babajanyan ausgezeichnet. Das Thema der diesjährigen Auszeichnung lautete "Geschichten vom Danken und Ernten". Insgesamt wurden den Angaben nach fast 90 Beiträge eingereicht. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und wird am 10. September in Hamburg überreicht. Der Verein "Andere Zeiten" ist unabhängig und steht den christlichen Kirchen nahe. Er wurde durch die Aktion "Der Andere Advent" bekannt.

Alican Uludag, türkischer Korrespondent der Deutschen Welle (DW), ist mit dem Pressefreiheitspreis der Türkischen Journalistenvereinigung Türkiye Gazeteciler Cemiyeti (TGC) ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte wenige Wochen nach seiner Entlassung aus einer dreimonatigen Untersuchungshaft in der Türkei. Die Jury würdigte Uludags "am öffentlichen Interesse orientierte Berichterstattung über Justiz, Sicherheitsbehörden, Menschenrechtsverletzungen und Korruption". Besonders betonte sie dessen Entschlossenheit, trotz Druck und Drohungen die Wahrheit an die Öffentlichkeit zu bringen und damit unabhängigen Journalismus im Dienste der Gesellschaft zu leisten. Uludag war am 19. Februar festgenommen worden. Gegen ihn wird wegen mehrerer Beiträge in sozialen Medien unter anderem wegen angeblicher Präsidentenbeleidigung, der Verbreitung irreführender Informationen und der Herabwürdigung staatlicher Institutionen ermittelt. Er weist die Vorwürfe zurück. Trotz seiner Freilassung wird das Verfahren gegen ihn fortgeführt, der nächste Prozesstermin ist für den 18. September angesetzt.

Der Katharina-Zell-Preis 2026 des Landesverbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau geht an die Journalistin Sophie von der Tann. Sie erhalte den Preis für ihr "couragiertes journalistisches Engagement", teilte der Verein mit. Sophie von der Tann stelle sich bei ihrer Arbeit komplexen Sachverhalten und entschlüssele die Hintergründe des Israel-Gaza-Krieges, begründete der Verein seine Entscheidung. Die Verleihung findet am 7. September in Frankfurt statt, die Laudatio hält die Schauspielerin Gesine Cukrowski. Der Katharina-Zell-Preis, ein silbernes Flugblatt, wird seit 2016 jährlich vergeben. Er erinnert an die elsässische theologische Autorin und Reformatorin Katharina Zell, geborene Schütz (1497-1562), die unter anderem Streitschriften verfasste und sich für Flüchtlinge einsetzte. Preisträgerinnen waren unter anderen die Moderatorin und Schauspielerin Sonya Kraus und die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele.

Kurzmeldungen


Der WDR stellt ab dem 20. Juli seine Nachrichtenformate in den Radiosendern WDR2, WDR3, WDR4 und WDR5 um. Damit solle unter anderem die regionale Berichterstattung, die bislang jeweils ab 8.30 Uhr auf WDR2 stündlich gesendet werde, gestärkt werden, teilte der Sender auf epd-Anfrage mit. Die Regionalmeldungen aus den WDR-Landesstudios liefen künftig auch auf WDR4. Die zur vollen Stunde gesendeten Weltnachrichten auf WDR2 und WDR4 würden von vier auf drei Minuten gekürzt, hieß es. Bei WDR3 und WDR5 werden die Weltnachrichten zur vollen Stunde ab dem 20. Juli von vier auf jeweils fünf Minuten verlängert. Als weitere Neuheit gebe es bei WDR2 künftig auch samstags von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr regionale Informationen aus NRW. "Mit den Veränderungen werden wir unserem Publikum Nachrichtenformate anbieten, die noch besser zum Profil der einzelnen Wellen passen", erklärte der WDR.

Eine Petition der Rechercheplattform "Frag den Staat" gegen Einschränkungen des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) haben bis zum 16. Juli mehr als 550.000 Menschen unterzeichnet. Der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD hatte sich Anfang des Monats auf Änderungen am IFG verständigt. Demnach sollte das Gesetz "an die aktuellen Herausforderungen" etwa zum Schutz der kritischen Infrastruktur "angepasst" werden. An den geplanten Änderungen gab es Kritik von Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und Journalisten.

Brandenburgs Bürgerrat zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks soll Anfang 2027 die Arbeit aufnehmen. Geplant seien unter anderem Workshops und Beratungen des aus 51 Personen bestehenden Rats, sagte Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD). Auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) solle einbezogen werden. Ergebnisse würden im ersten Quartal des kommenden Jahres erwartet. Liedtke sagte, derzeit laufe die Ausschreibung für die Agentur, die ein Konzept entwickeln und die Beteiligten nach einem Zufallsverfahren auswählen soll. Die Ergebnisse des Bürgerrats sollen den Landtagsausschüssen und Fraktionen zugeleitet werden. Der Landtag hatte die Einsetzung des Bürgerrats am 18. Juni gegen die Stimmen von AfD und BSW beschlossen. Er soll zentrale Fragen der künftigen Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus der Perspektive der Bürgerinnen und Bürger beraten und Empfehlungen erarbeiten.

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Ilmenau hat gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar und der Deutschen Welle das Forschungsprojekt Padse (Personenzentrierte, Audio- und sprachbasierte Deepfake- und Shallowfake-Erkennung) zur Erkennung von gefälschten Audio-Nachrichten gestartet. Ziel des bis 2029 laufenden Vorhabens sei es, manipulierte und synthetisch erzeugte Sprachinhalte mithilfe neuer Verfahren zuverlässiger zu erkennen, teilte ein Sprecher mit. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein personenzentrierter Ansatz. Anders als bisherige Verfahren, die vor allem allgemeine Merkmale künstlich erzeugter Inhalte analysieren, sollen sogenannte Referenzprofile charakteristische Eigenschaften einer Person wie Stimme, Sprechweise oder sprachliche Besonderheiten erfassen. Neue Audioinhalte können dadurch zusätzlich auf ihre Übereinstimmung mit diesen Profilen überprüft werden. Nach Angaben der Projektpartner reagieren die Forschenden damit auf die zunehmende Qualität generativer Künstlicher Intelligenz.

Die rund 3.500 festangestellten und über 1.000 freien Mitarbeiter des SWR erhalten in den kommenden zweieinhalb Jahren schrittweise über 5,8 Prozent mehr Geld. Darauf haben sich die Gewerkschaften ver.di, DJV und unisono mit dem Sender in der fünften Verhandlungsrunde geeinigt, wie ver.di mitteilte. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 35 Monaten und endet zeitgleich mit der aktuellen Rundfunkbeitragsperiode Ende 2028. Im August erhalten alle Mitarbeiter eine sozial gestaffelte Einmalzahlung, die von 1.600 Euro für die niedrigsten bis 400 Euro für die höchsten Gehaltsgruppen reicht. Zum Januar 2027 steigen die Gehälter und Honorare um 2,6 Prozent, ein Jahr später um 3,13 Prozent. Die Sonderzahlungen werden 2028 um zwei Prozent erhöht. Dem Abschluss gingen sechsmonatige Verhandlungen voraus, die von mehreren Streiktagen begleitet wurden.

Die Film- und Medienstiftung NRW unterstützt 15 Projekte mit 517.400 Euro. Im Mittelpunkt der jüngsten Förderrunde stehen Filmprojekte, die sich mit Fragen von Identität, gesellschaftlichem Wandel, Erinnerung, Gerechtigkeit und demokratischen Entwicklungen auseinandersetzen, wie die Stiftung mitteilte. Die geförderten Vorhaben zeichneten sich durch eine hohe künstlerische Qualität, innovative filmische Ansätze und relevante gesellschaftliche Perspektiven aus. Gefördert werden Projekte aus den Bereichen Drehbuch, Projektvorbereitung, Kurz- und Langfilmproduktion sowie Postproduktion. Inhaltlich reicht das Spektrum von persönlichen Entwicklungs- und Familiengeschichten über historische und politische Recherchen bis hin zu internationalen Dokumentarfilmen. Die ausgewählten Projekte beleuchten unter anderem gesellschaftliche Umbrüche im Iran, die Folgen von Polizeigewalt, Migrationserfahrungen, demokratische Prozesse in Indien sowie Fragen von Erinnerung, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.

Zur Stärkung der Nachrichtenkompetenz in Familien haben die Fazit-Stiftung der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und der Initiative #UseTheNews ein gemeinsames Pilotprojekt in Hessen gestartet. Bei zwölf digitalen Elternabenden sollen Eltern und Erziehungsberechtigten Kenntnisse und Tipps vermittelt werden, damit sie ihre Kinder im kritischen Umgang mit Inhalten und Quellen im Internet begleiten können. Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Medienanstalt Hessen im Rahmen der Online-Reihe "Digitaler Familientalk" statt.

Der Südwestrundfunk (SWR) baut sein barrierefreies Programmangebot aus: So werden die Hauptnachrichten "SWR Aktuell Baden-Württemberg" und "SWR Aktuell Rheinland-Pfalz" täglich nicht nur mit Live-Untertiteln, sondern zusätzlich auch in Deutscher Gebärdensprache (DGS) angeboten. Mit dem neuen Angebot schaffe man ein verlässliches tägliches Nachrichtenformat in Gebärdensprache und erweitere das barrierefreie Portfolio um aktuelle Information für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, heißt es in einer SWR-Mitteilung. Bislang lag der Schwerpunkt des Angebots in Gebärdensprache vor allem auf fiktionalen Programmen und ausgewählten Kinderformaten sowie auf "Report Mainz" und Sendungen zu besonderen nachrichtlichen Lagen.

Die Funke Mediengruppe hat die Bildungsplattform Diggies an den gemeinnützigen Träger Helliwood übergeben. Funkes Berliner Agentur Raufeld hatte Diggies 2024 als innovatives System für digitales Unterrichten in Schulen gestartet und als Lehr- und Lernangebot für die Sekundarstufe I in Schulen deutschlandweit etabliert. Helliwood ist ein Geschäftsbereich des Fördervereins für Jugend und Sozialarbeit e.V. (FJS), einer seit mehr als 25 Jahren im Bildungsbereich arbeitenden gemeinnützigen Organisation in Deutschland. Raufeld betreut den Übergang und bringt gemeinsam mit den zu Helliwood wechselnden Team-Mitgliedern weiterhin seine Erfahrung in Medienproduktion und digitaler Produktentwicklung ein. Helliwood wird Diggies nun in ihr offenes Bildungsökosystem integrieren, das digitale Unterrichtsmedien, Projektarbeit, Lehrkräftefortbildung und außerschulische Lernangebote enger miteinander verbindet.

Das Bündnis des "Leipziger Appells zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien" wächst weiter. 100 Tage nach der Veröffentlichung des vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) initiierten Appells gebe es 78 Unterzeichnende, teilte der MDR Ende Juni mit. Neu hinzugekommen seien etwa der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag und der Sozialverband VdK Deutschland sowie die Deutsch-Polnische Gesellschaft und ARD Kultur. Unterzeichnende sind Organisationen, Institutionen, Verbände und Vereine. Der "Leipziger Appell" war im März gestartet worden. Zu den Erstunterzeichnern gehören ARD-Anstalten, das ZDF, Deutschlandradio, die Deutsche Welle sowie Journalistenverbände und internationale Organisationen.

Der Kinder- und Familiensender Radio Teddy ist in Hamburg seit dem 1. Juli auch auf UKW zu empfangen. Der private Hörfunksender aus Potsdam erhielt die Lizenz für die Frequenz 98,1 MHz für zehn Jahre. Wie die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) mitteilte, stimmten die Mitglieder des Medienrats geschlossen für den Anbieter, der ein Vollprogramm für Kinder und Eltern anbietet. Bisheriger Nutzer der UKW-Frequenz war Klassik Radio. Neben Radio Teddy hatten sich auch BigFM, Caravan.FM, EgoFM, FluxFM, Kiss FM, Metropol FM, Pure FM, Radio Reeperbahn sowie The Wolf Hamburg beworben. Die Zulassung von Klassik Radio für Hamburg und Schleswig-Holstein endete nach Angaben der MA HSH planmäßig Ende Mai. Wegen des 2024 beschlossenen Digitalumstiegs in Schleswig-Holstein dürften dort laut Medienstaatsvertrag frei werdende UKW-Kapazitäten nicht mehr neu ausgeschrieben werden. Die Medienanstalt hatte deshalb ausschließlich die Übertragungskapazität in Hamburg neu ausgeschrieben.

Die Aktion Mensch stärkt ihre Präsenz im Digitalen und ist mit wöchentlichen Livestreams auf der für Videospiele bekannten Streaming-Plattform Twitch vertreten. Ein festes Host-Duo führe zweimal pro Woche, dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr, durch die Livestreams, teilte das Sozialunternehmen mit. Mit dem neuen Format sollen insbesondere junge Erwachsene für gesellschaftlich relevante Themen wie Inklusion und Vielfalt sensibilisiert werden. Die Streams böten Raum für Diskussionen, Einblicke in die Lebensrealität junger Menschen sowie interaktive Formate, erklärte die Organisation, die sich für verbesserte Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen einsetzt. Die Livestreams der Aktion Mensch bestehen überwiegend aus "Just-Chatting"-Formaten, in denen sich das Host-Duo mit der Community über Themen wie Inklusion im Sport oder Hass und Hetze im Internet austauscht.

red



Zuerst veröffentlicht 02.07.2026 11:03 Letzte Änderung: 17.07.2026 09:05

Schlagworte: Medien, Personalien, Preise, Kurzmeldungen, NEU

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